In den alten Kulturen Indiens und Tibets lehrt Tantra, die Sexualität in den Dienst spiritueller Entwicklung zu stellen. Die stärkste Kraft in unserem System, unsere Triebkraft, groß genug, um ein Leben zu initiieren, wird genutzt, um über den reinen Drang nach "Befriedigung" hinauszugehen und um uns mit dem Partner auf allen Daseinsebenen zu verbinden, Gegensätze zu vereinen und letztlich in die Verbindung mit dem höchsten Bewusstsein zu gelangen.
Die Verbindung mit dem "Göttlichen" wird hier auf
dem Weg durchs (sexuelle) Feuer gesucht, in manchen Religionen
geschieht dies genau
auf dem
gegenteiligen Pfad, der Abstinenz. Wir wollen in der
Intimitätsschule mit unserer
Triebkraft gehen, mit
unserer
Sexualität. Sie ist die stärkste Kraft in unserem System und
sie zeigt uns sehr schnell, wo wir unsere gern versteckten
Schatten-Anteile haben.
Darum geht es letztlich: diese Anteile in unser Bewusstsein zu lassen.
Und damit sein zu können. Jeder hat wohl schon einmal erlebt, dass
gerade das Zugeben von einer Schwäche oder eines Fehlers, gerade
diesen Menschen für uns sympathisch gemacht hat. Dies war auch
meine Erkenntnis, dass hier der Schlüssel zur wahren
Intimität liegt, ja sogar zur Herzensliebe, nach der wir
uns alle sehnen: So geliebt zu werden, wie wir sind.
Die Fähigkeit zu dieser non-dualen Herzensliebe, die
aufrichtig sagen kann, ich liebe Dich, weil Du bist (und nicht, weil Du
schön bist, Geld hast etc.) fällt uns nicht einfach zu. Es
ist ein Entwicklungsprozess, dem wir uns aktiv widmen können. Mein
Anliegen und meine Aufgabe sehe ich darin, den energetischen Raum zur
Verfügung zu stellen, in dem das geübt werden kann und jede
Person darin zu unterstützen. Praktisch verwende ich darin
Methoden des energetischen Heilens, wie eine -Bewusstseinssprache ohne
Worte- oder -Heilen durch Gegenwärtigkeit-.
So können wir mit Hilfe der heil-igen Sexualität ein
Stück ganzer, eben heiler werden. Und eben auch in die große
Einheit gelangen, in die Verschmelzung mit einem Partner und mit allem,
was ist.
Wodurch zeichnet sich Papaya-Kuss aus? Wir glauben, dass
für uns Westler ohne die sexuelle Bildung der alten östlichen
tantrischen Kulturen der Sprung ins tantrische Ritual schnell zu
groß sein und den Menschen überfordern kann. So stellen wir
als erstes einen heilsamen/heiligen Raum zur Verfügung, in dem die
sexuelle Energie und große Gefühle wie auch
Transformationsprozesse gehalten werden können. Die spirituelle
Dimension erschließt sich damit zuerst, und dann bekommt die
körperliche Erfahrung eine neue Qualität.
Diese neue Erfahrung von bewusstem Erleben, Fähigkeit
zur Präsenz und tiefer Nähe dient später als
Referenzpunkt im eigenen Alltag. Dieser kann dann jederzeit wieder
aufgesucht werden. Er ist eine Grundlage für die
Weiterentwicklung: allein, mit dem Partner, mit einem neu
gefundenen Partner.
Diese heilsamen Erfahrungen befähigen uns dann, immer
mehr Erfüllung in unseren Beziehungen zu kreieren.